16.01.2019
SC Schnaittach startet glücklos ins neue Jahr

Der Schachclub unterm Rothenberg gastierte für den ersten Mannschaftskampf im noch jungen Kalenderjahr 2019 bei der Spielgemeinschaft Ottensoos-Röthenbach, die nach dem dritten Spieltag mit 3:3 Punkten nur knapp vor den Schnaittachern (2:4) im Mittelfeld der Kreisliga Mittelfranken-Ost dümpelte. Doch im direkten Aufeinandertreffen der Tabellennachbarn schafften die Gastgeber mit einem überzeugenden Auftritt klare Verhältnisse.

Die erste Partie des Abends endete nach einer knappen Stunde, als Reservist Julio Diaz gegen Alfons Uebelacker unterlag. Mit stabilen Bauern auf d5 und e5 dominierte Uebelacker früh das Zentrum und damit das Geschehen am Brett. Den Raumvorteil nutzte er clever, um im weiteren Verlauf eine Qualität zu gewinnen sowie einen Bauern auf c7 vorzurücken. Mit dessen zwingender Umwandlung gab Diaz auf. Nur eine viertel Stunde danach musste sich am Spitzenbrett auch Willi Bayer geschlagen geben. Im zwölften Zug entging ihm ein Läuferopfer, mit dem Michael Mais den Königsflügel Bayers knackte. In der Folge nahm der Röthenbacher dessen König unter Dauerbeschuss, bis nach gut 20 Zügen ein Matt auf dem Brett stand.

   
     „Norbert Schwarz und Waldemar Müller holten mit soliden Leistungen zwei halbe Punkte für den SC Schnaittach.“

An Brett 3 remisierten fast zeitgleich Werner Staar und Heinrich Albrecht in einer unaufregenden, ausgeglichenen Partie im frühen Mittelspiel. Ähnlich ausgeglichen, aber weiter ausgespielt gestaltete sich das Geschehen zwischen Waldemar Müller und Norbert Donath. Müller hielt mit den schwarzen Steinen allen Angriffsbemühungen Donaths stand, wickelte ungefährdet in ein remises Endspiel ab, in dem sich beide auf eine Punkteteilung einigten. Kaum hatten sich Müller und Donath die Hände gereicht, taten es ihnen Norbert Schwarz und Armin Scharnagl gleich. Hier jedoch hatte Schwarz eindeutige Feldvorteile. Doch gerade als er die kurze Rochade seines Gegenübers unterbunden hatte und dem weißen König mit offensiven Zentrumsbauern auf die Pelle rückte, ließ er sich auf einen ungünstigen Springertausch ein, der die Stellung verflachen ließ und ein Remis rechtfertigte. Mit der dritten Punkteteilung in Folge war nach den beiden anfänglichen Niederlagen der Mannschaftskampf für den SCS bereits verloren. Nichtsdestotrotz stemmte sich Hans-Peter Herterich an Brett 5 noch weitere zwei Stunden gegen das Spiel von Gottfried Pongratz, um zumindest etwas für die Brettbilanz zu gewinnen. Allerdings konnte er, als alle Leichtfiguren abgetauscht waren, langfristig den günstig positionierten Türmen des Ottensoosers nicht Paroli bieten.

Nach drei Remisen und drei Niederlagen musste sich der SC Schnaittach mit einem deutlichen 1,5:4,5 im Gepäck verabschieden. Am fünften Spieltag wartet der Meister der vergangenen Saison, der SC Pegnitz-Creußen, der sicherlich kaum leichter zu spielen sein wird. Allerdings sind die Schnaittacher auch immer für eine Überraschung gut, wie der Sieg gegen den übermächtig scheinenden SC Hersbruck gezeigt hat. Einmal mehr werden wohl Besetzung und Tagesform über den Ausgang der Begegnung entscheiden müssen.

(Bericht: Christian Thoma)


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