16.11.2018
SC Schnaittach 1 unterliegt SV Lauf 2

Der Schachclub Schnaittach konnte nach dem Überraschungssieg gegen den SC Hersbruck nicht an seine starke Mannschaftsleistung anknüpfen und unterlag am dritten Spieltag der zweiten Mannschaft des SV Lauf deutlich mit 1,5:4,5.

Einer schnellen Niederlage von Mannschaftsführer Norbert Schwarz gegen Gerhard Rösl, der mit einem Bauernvorstoß am Königsflügel die Dame des Schnaittachers gewann, folgte ein Remis Werner Staars an Brett 2. Gegen Werner Frank mündete die italienische Partie nach schnellem Damentausch in einem Endspiel mit Turmpaaren und Leichtfigur auf beiden Seiten, das für Staar aufgrund seines agilen Läufers und zwei gegen drei Bauerninseln leicht vorteilig stand, jedoch technisch schwierig in einen Sieg umzumünzen war. Bald darauf einigten sich Julio Diaz und Dietrich Berner auf eine Punkteteilung, nachdem sich auch hier der Schnaittacher nicht für seine Feldüberlegenheit belohnen konnte. Die Vorentscheidung zugunsten der Laufer fiel dann am Spitzenbrett zwischen Andreas Zach und Willi Bayer. Zach konnte sich nach dem Abtausch beider Springer die wichtigen Diagonalen auf Bayers rochierte Königsstellung sichern, während dessen Läufer hinter der eigenen Bauernfront keine Wirkung entfalten konnten. Mit dem Turmschwenk Zachs auf die h-Linie, was einen wuchtigen Königsangriff einleitete, ergab sich Bayer. Ein drittes Remis für die Heimmannschaft steuerte anschließend Hans Federsel bei, noch bevor die Partie richtig Fahrt aufnehmen konnte. Dem Laufer Michael Linkies kam der halbe Zähler sehr gelegen, da er hiermit seiner Mannschaft den offiziellen Sieg sicherte. Der Schnaittacher Vorstand Hans-Peter Herterich mühte sich nach Kräften, seinem Team zumindest noch einen weiteren halben Brettpunkt zu bescheren, obwohl die Niederlage schon besiegelt war. Allerdings hatte er bereits im 6. Zug einen Springer eingestellt, was sein Kontrahent Helmut Reh trotz beachtlicher Gegenwehr Herterichs sauber ausspielte.

   
     „Die beiden Ersatzspieler Hans Federsel und Julio Diaz kamen jeweils zu einem halben Punkt für den SCS.“

Abermals musste der SCS auf zwei Stammspieler verzichten, ließ aber mit Federsel und Diaz an den beiden hinteren Brettern „zwei halbe Punkte“ nachrücken und konnte dank der Einsatzbereitschaft der Ersatzspieler die Höhe der Niederlage in Grenzen halten. Trotz der aktuell relativ gesunden Bilanz von 2:4 Punkten gegen die drei spielstärksten Teams im Kreis Mittelfranken-Ost findet sich der SCS nur auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.


(Bericht: Christian Thoma)


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