19.02.2018
Der SC Schnaittach empfing die SG Anderssen aus Nürnberg

Am vorletzten Spieltag der Bezirksliga 2b empfing der SC Schnaittach die SG Anderssen aus Nürnberg,die sich mit bisher zwei Mannschaftspunkten nur einen Platz vor den bisher punktlosen Schnittachern befanden. Trotz der Nähe der beiden Teams in der Tabelle sollten die Gäste aus Nürnberg eindrucksvoll ihre Ansprüche auf den Klassenerhalt untermauern.

Alexander Bayer unterlief in einer zugumgestellten Variante das Damengambits im 17. Zug ein grober Schnitzer, der einen Turm einstellte und seine sofortige Aufgabe rechtfertigte. Auch Norbert Schwarz wählte das Damengambit, beließ es jedoch in einer ruhigeren Form. Als jedoch sein Gegner Norbert Hetterich ein Springeropfer spielte, das seine Bauern am Damenflügel ins Rollen brachte und Schwarz starken Entwicklungsrückstand bescherte, geriet der Schnaittacher in großen Nachteil. Bald darauf zeigte Hetterich 25. Zug ein weiteres elegantes Springeropfer mit nachfolgendem Matt. Die dritte Partie des Tages beendeten Willi Bayer und Manfred Hollederer. Bayer konnte die Leichtfiguren nicht so schnell wie sein Gegenüber entwickeln und hatte darüber hinaus eine unsichere Königstellung. Diese nutzte Hollederer zu einem unwiderstehlichen Angriff mit Dame und Springerpaar. Als großer Materialverlust unausweichlich war, kapitulierte Bayer. In einer geschlossenen und bis zuletzt ausgeglichenen Stellung wahrte Waldemar Müller seine Chancen gegen Gerald Rummel. Bei gleichem Material übersah Müller im 28. Zug eine Doppeldrohung des Springers, wodurch er anstelle einer Qualität gleich die Dame verlor und folgerichtig aufgab.



              
    "li.Hans-Peter Herterich belohnt sich mit einem halben Punkt für seine mutige Partie."  
  "re.Hans Schrödl leistete starke Gegenwehr, musste sich letztlich jedoch geschlagen geben.“

Offiziell entschieden wurde der Mannschaftskampf durch Manfred Golziow, der Norbert Gläsels Damengambit annahm und vorerst den Bauern stabilisierte. In der Hoffnung auf Gegenspiel gab Gläsel in der Folge eine Leichtfigur für zwei Bauern, büßte jedoch kurz darauf zusätzlich einen Turm ein und gab auf. Auch am 7. Brett kam zwischen Wolfgang Albert und Hans Schrödl das an diesem Tag beliebte Damengambit zur Anwendung. Aufgrund kleinerer Ungenauigkeiten verlor Schrödl zwei Bauern und schließlich bei einer Fehlkalkulation im Abtausch darüber hinaus eine Leichtfigur. Damit stand es zwischenzeitlich 0:6 aus Sicht der Schnaittacher, die auf Hans-Peter Herterich und Werner Staar hofften. In einem weiteren Damengambit blieb der Vorstand der Heimmannschaft lange defensiv und wartete gegen Felix Nagel auf seine Gelegenheit. Als sich diese auftat, griff Herterich schnell und clever an, opferte auf dem Weg eine Qualität sowie eine Leichtfigur, die er jedoch mit Zinsen forciert zurückgewann. In durchaus solider Stellung erzwang er ein Remis durch Zugwiederholung und sicherte damit seiner Mannschaft zumindest den halben Ehrenpunkt. Werner Staar saß an Brett 2 Jörg Dippel gegenüber und kam gut aus der Eröffnung. Im 21. Zug griff er jedoch fehl, was den Verlust zweier Leichtfiguren für einen Turm nach sich zog. Dass es sich mit diesem Defizit schwierig spielt, bekam Staar schnell zu spüren, der seine Königstellung geöffnet hatte und nun über die Diagonalen anfällig war. Dippel spielte seinen taktischen Vorteil gekonnt aus und erhöhte zum 0,5:7,5 für sein Team.

Nach dieser Niederlage steht der Abstieg des SC Schnaittach nun auch rechnerisch fest. Am letzten Spieltag geht es zum SC Uttenreuth, einer Mannschaft aus dem gesicherten Mittelfeld, bevor sich der Schachclub vom Rothenberg wieder in Richtung Kreisebene verabschiedet.

(Bericht: Christian Thoma)


Mannschaftsbilanz in der MfrPage


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