20.11.2017
Bezirksliga-Spieltag 3 gegen den SK Schwanstetten

Im dritten Bezirksliga-Anlauf gegen den SK Schwanstetten musste der SC Schnaittach mit nur sieben Mann anreisen, da sich dafür im Vergleich zur Begegnung gegen den SK Neumarkt deutlich besser präsentierten. Wurde man noch vor drei Wochen mit 0:8 vernichtend geschlagen, erkämpften die Schnaittacher bei der 1,5:6,5-Niederlage am Wochenende drei hochverdiente Remis an den Brettern 1, 3 und 7. Eine deutliche Steigerung!

      
       „Waldemar Müller erspielte sich bei ungleichen Rochaden ein 
                 beachtliches Remis gegen Michael Arlt.“ 
    	     

Da Brett 5 kampflos verloren gegeben wurde, begann der Wettkampf auf Basis eines 0:1-Defizits. Am vorletzten Brett spielte Hans Schrödl gegen Birgit Arlt (1611) frech auf. Zwar gab er mit den weißen Steinen früh die Initiative ab, doch er konnte bis in ein Turmendspiel mit Minusbauer hinein sämtliches Material abtauschen und einen halben Zähler sichern. Norbert Gläsel musste kurz darauf seine Partie verloren geben. Gegen Frank Leonhardt (1864) hielt er die Stellung lange offen, verrechnete sich nach gut 25 Zügen bei einer Abwicklung, was ihn Turm und Springer kostete. Am zweiten Brett stand Werner Staar gegen Christian Kroneder (1979) früh unter Druck. Kroneder setzte früh alles auf einen stark initiierten Königsangriff, der mehr Drohungen aufbaute, als verhindert werden konnten. Beim Versuch, Materialverlust zu vermeiden, tappte Staar schließlich in eine Mattfalle. An Brett 4 entging Hans-Peter Herterich der Eröffnungskniff im Königsgambit von Peter Vogt (1878), wodurch unser erster Vorstand gleich im achten Zug einen Bauern sowie das Rochaderecht verlor. Vogt konnte seinen Angriff zwar nicht fortsetzen, aber Herterichs König blieb angreifbar im Zentrum. Dies nutzte sein Kontrahent, um kleine Nadelstiche zu setzen und schließlich Herterichs Dame an den König zu fesseln.


Das zwischenzeitliche 0,5:4,5 sicherte dem SC Schnaittach zwar schon einmal den halben Ehrenzähler, doch der Mannschaftskampf ging bereits sicher an die Gastgeber aus Schwanstetten. Davon unbeeindruckt holte Waldemar Müller an der 3 ein weiteres Remis gegen Michael Arlt (1878). In einer Partie mit ungleichen Rochaden gelang es Müller, die entscheidenden Bauern schneller als sein Gegenüber vorrücken zu lassen, was ihm ein leichtes Übergewicht einbrachte. Da auch Arlt Aussicht auf freie Turmlinien hatte und die Stellung in beide Richtungen rasch kippen konnte, einigten sich die beiden auf die Punkteteilung. Am letzten Brett büßte Alexander Bayer im Mittelspiel einen Bauern ein, den er bis ins Endspiel nicht mehr zurückgewinnen konnte. Bei gleichfarbigen Läufern gab Karl Gstaltmeyr (1729) diesen geschickt wieder zurück, um sich zwei Freibauern zu verschaffen, von denen einer nicht aufzuhalten war. Die längst Partie des Nachmittags spielte einmal mehr Willi Bayer auf der 1. Gegen den DWZ-Riesen Frank Manthey (2038) wählte der Schnaittacher ein Damengambit, in dem er im Übergang zum Endspiel sogar einen Mehrbauern erwirtschaften konnte. Mit Springern und fünf bwz. vier Bauern wurden auch hier schließlich die Punkte geteilt.

Der ersatzgeschwächte SC Schnaittach konnte sich durch eine gute Vorstellung immerhin drei Remisen erkämpfen und gegenüber dem Mannschaftskampf gegen den SK Neumarkt deutlich steigern. Trotz der abermaligen Niederlage kann sich das Gesamtresultat in Anbetracht des DWZ-Ungleichgewichts (1856 zu 1415) durchaus sehen lassen.
(Bericht: Christian Thoma)


Mannschaftsbilanz in der MfrPage


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