31.10.2017
SCS unterliegt dem SK Neumarkt

Nach der Auftaktniederlage in Heideck empfing der SC Schnaittach im ersten Bezirksliga-Heimspiel der Saison den SK Neumarkt. Die Oberpfälzer gingen als ebenso turmhoher Favorit ins Rennen wie schon die Heideck-Hilpoltsteiner drei Wochen zuvor. Diesmal sollte es für das unsere Erste nicht für den halben Ehrenpunkt reichen, den zuletzt Bernd Jaklin auf Brett 8 erkämpft hatte.

Der Nachmittag in der neuen Spielstätte der Schnaittacher, dem Feuerwehrhaus Großbellhofen, entwickelte sich schnell eindeutig zugunsten der Neumarkter. Auf 4 bis 7 gerieten die Schachfreunde Diaz, Schrödl, Herterich und Gläsel bereits aus der Eröffnung heraus unter starken Druck und stellten früh spielentscheidend Material ein. Ihre starken Kontrahenten wickelten allesamt routiniert ab und zwangen die Spieler der Heimmannschaft bereits im Mittelspiel zur Aufgabe. Anschließend musste sich am Schlussbrett Neuzugang Alexander Bayer nach Turmverlust und zwingendem Mattangriff schon nach 17 Zügen geschlagen geben, was das Ergebnis zwischenzeitlich auf 0:5 stellte.


 „Norbert Gläsel (1292) stellte im Damengambit gegen Wolfgang Brunner (1857) 
 früh einen Springer ein und musste sich nach 22 Zügen geschlagen geben.“
    	     

An Brett 5 begann Norbert Gläsel mit einem munteren Damengambit, orientierte sich früh in Richtung des gegnerischen Königsflügels und setzte alles eine Karte: Angriff! Hierbei ließ er jedoch eine Figur, was einerseits Gläsels Offensivspiel erheblich drosselte und andererseits seinem Gegner in die Karten spielte, der nun ganz routiniert vereinfachen und voll punkten konnte. In seinem ersten Spiel für den SC Schnaittach brachte Alexander Bayer eine gute Partie auf das Brett. Mit dem Ausgang des Mittelspiels gab er jedoch die Initiative an Marc Oberhofer ab, der diese nutzte, um sich im Turmendspiel einen Mehrbauern am Damenflügel zu erspielen und diesen gekonnt in Szene zu setzen.

An der 2 zeigte Staar mit den weißen Steinen eine gute Leistung gegen den gut 350 Punkte höher gewerteten Josef Smyk. Bereits nach 20 Zügen war ein Großteil der Figuren abgetauscht, sodass auf beiden Seiten lediglich das Turmpaar sowie ein Springer samt Bauern verblieb. Trotz großer Mühen musste Staar zunächst einen Bauern einstellen und sich letztendlich der Spielstärke Smyks geschlagen geben. Als auch Willi Bayer am Spitzenbrett in der englischen Partie nach einem Frontalangriff auf seinen rochierten Königsflügel im 20. Zug aufgeben musste, lagen die letzten Hoffnungen der Schnaittacher, nicht zu Null geschlagen zu werden, auf ihrem Ehrenvorsitzenden. Denn den längsten Widerstand leistete Norbert Schwarz an Brett 3. Gegen Lorenz Schilay büßte er zwar einen Bauern ein, nutzte jedoch die Ungleichfarbigkeit der Läufer sehr geschickt, sodass sein Gegenüber noch umständlich 20 Züge mit Dame und Turm lavieren und sich den ganzen Punkt mühsam erarbeiten musste.

Der Mannschaftskampf gegen den SK Neumarkt endete bei einem DWZ-Schnitt von 1391 zu 1887 erwartungsgemäß deutlich mit 0 zu 8. Am 19.11. geht es zum 3. Spieltag nach Schwanstetten, wo der nächste übermächtig scheinende Gegner wartet.

(Bericht: Christian Thoma)


Mannschaftsbilanz in der MfrPage


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