12.05.2017
Die hohe Kunst der Kombination

Der Schachclub Schnaittach veranstaltete kürzlich seinen zweiten Lehrabend der Saison. Spielleiter Willi Bayer übernahm die Organisation und wählte als zentrales Thema die Kombination. Eingangs veranschaulichte er anhand der Analyse zweier seiner Fernschachpartien aus den späten 1990er Jahren, wie wichtig beim Schach der langfristige strategische Plan ist. Schon damals wurden in kniffligen Stellungen technische Hilfsmittel zu Rate gezogen. Zwar ist nicht zu leugnen, dass der Computer dem Menschen schon damals in jeder Hinsicht überlegen war (vgl: Garri Kasparow unterlag Deep Blue im Jahr 1997). Doch komplexe, von langer Hand geplante taktische Manöver konnte ein Programm oft nicht erkennen. Dies illustrierte Bayer, indem er in diversen Stellungen seinen Zügen die eines Schachprogramms gegenüberstellte und am Demonstrationsbrett die jeweiligen Folgen erörterte.

                    
"Vorstand Norbert Gläsel (h.l.) und der Leiter des Lehrabends Willi Bayer (h.r.) 
                               mit den drei Siegern."

Anschließend wechselte er zu drei interessanten Schachproblemen. Auf den ersten Blick wirkten die Endspiele klar entschieden, doch dieser täuschte, wie die Gäste mit vereinten Kräften herausfinden konnten. Zum Abschluss sollte sich jeder nochmal selbst mit Papier und Stift an acht Aufgaben versuchen, in denen in erster Linie Kombinationsgeschick gefragt war, um ausgeglichen oder gar nachteilig erscheinende Stellungen forciert zu entscheiden. Nach gemeinsamer Auflösung verlieh Willi Bayer den drei besten Schachrätslern (1.Platz Christian Thoma, 2.Platz Werner Staar, 3.Platz Waldemar Müller,) Urkunden und kleine Sachpreise. Doch auch der Spielleiter ging nicht leer aus. Vorstand Norbert Gläsel überreichte seinem Spielleiter eine kleine Aufmerksamkeit im Name des SC Schnaittach und bedankte sich für den lehrreichen Schachabend.

Fragebogen

Auflösung

(Bericht: Christian Thoma)





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