27.11.16
Minimalausbeute für die Zweite

An den beiden ersten Spieltagen musste unsere Zweite in jeweils hart 
umkämpften Begegnungen unglückliche 1,5:2,5-Niederlagen verkraften. 
Trotz starker Besetzung und guten Spiels fehlte oft die letzte Konsequenz 
oder einfach das Quäntchen Glück. 

Gegen die ebenfalls noch punktlosen Gäste aus Vorra/Rupprechtstegen 2 sollte 
es anders werden!

In der ersten beendeten Partie einigten sich Julio Diaz und Hans Endres 
nach langem Hin und Her auf Remis. Diaz übernahm mit den weißen Steinen 
früh die Kontrolle, konnte aber zu keinem Zeitpunkt zwingendes Übergewicht 
erlangen, um schlussendlich sogar mit einem Minusbauern ins Endspiel 
überzugehen. Dort suchte nun wiederum Endres die Entscheidung, doch die 
ungleichfarbigen Läufer neutralisierten jede Angriffsbemühung des Gegenübers. 
An Brett 4 hatte Horst Wagner keine Schwierigkeiten, an seine anhaltende 
Siegessträhne anzuknüpfen. Zwar leistete Dr. Kerstin Leopold trotz einer 
DWZ-Differenz von knapp 500 Punkten lange beachtlichen Widerstand, ließ 
sich ihre Dame jedoch in einem unwachen Moment an den König fesseln. Damit 
war alle Gegenwehr gebrochen und Wagner stellte den Spielstand auf 1,5:0,5 
für die Heimmannschaft.

Nach diesem erfreulichen Auftakt wurde die Zuversicht der Schnaittacher 
allerdings von Norbert Leissner gedämpft, als der am Spitzenbrett einen 
ganzen Punkt einfuhr. Eigentlich standen hier alle Zeichen auf Remis. Doch 
im Endspiel erkannte Leissner seine Chance, Werner Staars schwarzfeldrige 
Bauern mit seinem Springer zu attackieren. Der weißfeldrige Läufer des 
Schnaittachers konnte diese weder verteidigen noch erlaubte er ihm Gegenspiel, 
sodass Staar den Punkt trotz engagierten Spiels abgeben musste. Obwohl 
Ferdinand Geißler in der letzten offenen Partie zwischenzeitlich ein Defizit 
von drei Bauern verschmerzen musste, kämpfte sich der Routinier gegen 
Horst Oertel zäh zurück. Mit bewunderswerter Genauigkeit und Konzentration 
arbeitete sich Geißler Stück um Stück wieder heran. Am Ende brachte er mit 
der Qualität mehr sogar ein Materialplus auf das Brett, konnte diesen 
Vorteil jedoch nicht in einen Sieg ummünzen. Immerhin rettete er seine 
Mannschaft vor der zu diesem Zeitpunkt schon sicher geglaubten dritten 
Niederlage in Folge.

Nach gespielter Hinrunde teilt sich der SC Schnaittach 2 nun mit nur einem 
Mannschaftspunkt auf der Habenseite den letzten Tabellenplatz mit der 
SG Vorra/Rupprechststegen 2. Das zu Beginn der Saison vage ins Auge gefasste 
Ziel, möglicherweise eine Rolle im Aufstiegskampf zu spielen, kann 
spätestens jetzt getrost ad acta gelegt werden. Nichstdestotrotz wird die 
Zweite um Werner Staar alles daran setzen, noch den ein oder anderen 
Zähler sammeln.

(Bericht: Werner Staar)


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